Musik-Plauderei . „Hut ab, ihr Herren, ein Genie!“

Musik-Plauderei . Mit Hans Hachmann . „Hut ab, ihr Herren, ein Genie!“ Robert Schumann über Frédéric Chopin . Raphaela Stürmer (Gesang) . Anna Zassimova (Klavier) . Hyeongsik Choi (Klavier)

Viele lieben ihn und glauben ihn gut zu kennen, Fryczek, wie er mit Kosenamen genannt wurde, Frédéric Chopin und seine wunderbare Musik. Im Ton trauriger Volkslieder und fröhlicher Tanzweisen – er selbst gab insgesamt in einem Zeitraum von wenigen Jahren nur 40 öffentliche Konzerte. Wenig bekannt ist seine Vorliebe für den Belcanto – er konnte angeblich am Klavier die Sänger der Pariser Opéra perfekt imitieren. Unbekannt ist eine von ihm erfundene, humoristische Studentenzeitung, für die Herr Pichon (Anagramm seines Namens!) eine ganze Reihe urkomischer, zugleich aber auch sehr informativer Nachrichten geschrieben hat. Natürlich gibt es auch in seinen rund 230 Kompositionen, ausschließlich mit Klavier, allerlei Entdeckungswertes ….

Raphaela Stürmer
Raphaela Stürmer

Der ehemalige SWR2-Musikredakteur Hans Hachmann zeichnet ein an Details und Neuigkeiten reiches Chopin-Bild im Gespräch mit der Pianistin, Expertin und Chopin-Verehrerin Anna Zassimova. Sie ist Dozentin an der Hochschule für Musik Karlsruhe und eine renommierte Pianistin sowie auch promovierte Musikwissenschaftlerin und Kunsthistorikerin. Sie gastierte bei den Festivals wie dem Klavierfestival Ruhr, Musica Viva München, Heidelberger Frühling, ECLAT Stuttgart (DE), Piano á Saint-Ursanne (CH), Bloomsbury Festival London (UK), Chopin-Festival in Marianske Lazne (CZE), u. a. Schwerpunkt ihrer international breit rezensierten Diskographie sind Werke von Frederic Chopin und die russische Klavier- und Kammermusik der Jahrhundertwende. Im September 2018 präsentierte sie das Programm ihrer neusten CD „Sonata-Reminiscenza“ (Hänßler Classic) in der Elbphilharmonie Hamburg.

Hans Hachmann
Hans Hachmann

„Glänzende Technik und beseelte Musikalität – pianistische Qualitäten, die man mit der von Heinrich Neuhaus und seinen Meisterschülern Swjatoslaw Richter sowie Emil Gilels geprägten Russischen Klavierschule in Verbindung bringen kann.“, so der Bayrische Rundfunk. Anna Zassimova spielt mit ihrem Schüler Hyeongsik Choi an diesem Abend Klavier. Der 1992 in Gongju, Südkorea geborene Pianist Hyeongsik Choi schloss sein Studium in Deockwon Arts High School und an der Chugye Universität der Künste ab. Seit 2018 studiert er in Karlsruhe sein Master und hat zahlreiche Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben wie beim Wettbewerb der Musikzeitung, beim Internationalen Klavierwettbewerb Ho Chi Min in Vietnam sowie beim Internationalen Wettbewerb Barletta in Italien bekommen.

Hyeongsik Choi
Hyeongsik Choi

Die in der Hemingway Lounge so beliebte Sopranistin und charmante Bedienung Raphaela Stürmer singt Lieder von Frédéric Chopin. Wenn sie mit anrührender Stimme und schauspielerischem Talent die „Bühne“ betritt, ist das eine Liebeserklärung an die Musik, mit Melancholie, komödiantischen Akzenten und kammermusikalischen Facetten. „Kunst gehört für mich nicht nur untrennbar zum Leben dazu, das ganze Leben ist für mich Kunst.“, so ihr Credo. Ein Abend voller schöner Überraschungen!

Eintritt: Regulär 5,- € . Tickets können Sie bei Reservix buchen.

Musik-Plauderei . „Singen, Zwitschern, Tirilieren …“

Musik-Plauderei . Mit Hans Hachmann . Artur Bossert NABU KA . „Singen, Zwitschern, Tirilieren – Vogelstimmen in der Musik“ . Wei-Chung Chen (Violine) . Ieva Dudaite (Klavier)

Was beherrschen sie nicht alles an musikalischen Äußerungsformen, unsere gefiederten Freunde – vom Adler bis zur Zwergschnepfe? – Wobei es sich die Vogelkundler mit der Umsetzung in sog. Schallwörter keineswegs einfach machen, siehe etwa das „quähg gegegeg“ der Stockente, das balzende „gigigigigigi“ des Habichts oder das „Quark ok“ der Krähe … Derartige Laute bzw. ihre Produzenten haben Komponisten aller Zeiten inspiriert, von Wagners „wonnigen Lallern“ im „Siegfried“ beispielsweise, Beethovens „Vögel am Bach“ in der „Pastorale“ über die „diebische Elster“ bei Rossini, den „Feuervogel“ bei Strawinsky und die „Waldtaube“ bei Dvorak. Manche anscheinend besonders gut in Musik zu setzende Vögel erfreuten sich sogar „Mehrfach-Vertonungen“, wie Nachtigall, Kuckuck, Huhn und Wachtel! Olivier Messiaen, der angeblich 700 Vögel anhand ihrer Rufe unterscheiden konnte, hielt sie „für die größten Künstler unter den Lebewesen“.

Hans Hachmann
Hans Hachmann

Der ehemalige SWR2-Musikredakteur Hans Hachmann versucht im Gespräch mit Artur Bossert, Zweiter Vorsitzender des Naturschutzbundes NABU, Kreisverbandes Karlsruhe e. V., dem wunderbaren Kosmos dieser Laute, Rufe, Töne und Geräusche nachzuspüren. Von Lina Hähnle 1899 als „Bund für Vogelschutz“ gegründet, ist der heutige NABU, unter dem Motto „Gemeinsam für Mensch und Natur“, der älteste und mit seinen über 700.000 Mitgliedern und Förderern auch der mitgliederstärkste Umweltverband in Deutschland. Live Musikbeispiele bringen Ieva Dudaite am Klavier und Wei-Chung Chen an der Geige. Die in Litauen geborene junge Pianistin Ieva Dudaite ist eine der prominentesten ihres Landes. Als Absolventin der Hochschule für Musik in Karlsruhe hat sie schon eine lange Liste von Konzertauftreten in den Niederlanden, Italien, Mexiko Tschechische Republik und Deutschland nachzuweisen. Ihr Repertoire ist umfangreich und reicht von Barock bis zur Musik des 21. Jahrhunderts. Durch ihre hervorragende Leistung ist sie Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe. Eines ihrer großen Wünsche ist, die litauische Musik über die Grenzen ihres Landes bekannter zu machen und in die Programme der Konzerte einzubringen.

Wei-Chung Chen
Wei-Chung Chen

Der junge Violinist Wei-Chung Chen, 1992 in Changhua/Taiwan geboren, erhielt seinen ersten Geigenunterricht im Alter von acht Jahren. Nach Studienjahren in seiner Heimat, wechselte er 2012 an der Hochschule für Musik Karlsruhe und studiert bei Prof. Nachum Erlich. Nach seinem Bachelor-Abschluss 2016 hat Wei-Chung Chen sein Masterstudium begonnen und erhält zusätzlich seit 2018 Privatunterricht bei Prof. Ulf Hoelscher. Er ist als Solist und in Kammermusikalischen Ensembles tätig und konzertiert viel innerhalb und außerhalb der Hochschule. Seit 2013 ist er Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie. Wei-Chung Chen ist mehrfacher Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe. Dank einer Leihgabe der Chi-Mei Stiftung aus Taiwan spielt er seit 2017 auf der Januarius Gagliano Geige aus dem Jahr 1743. „Singen, Zwitschern, Tirilieren“ ist mit Sicherheit ein wahres Vergnügen!

Eintritt: Regulär 5 Euro . Keine Ermäßigung
Tickets können Sie bei Reservix buchen.

„Auch recht!“ . Katharina Ritter . André Wülfing .

„Auch recht!“ . Katharina Ritter . André Wülfing . „Karlsruher Haus der Erzählkunst“ . Martin Seith-Böhm (Klavier) . Veranstaltung der Wirkstatt . „Karlsruher Haus der Erzählkunst“ in Kooperation mit dem „Förderverein Forum Recht“.

„WER DEN SCHADEN HAT, BRAUCHT FÜR DAS RECHT NICHT ZU SORGEN“ behauptet ein uraltes Sprichwort. Recht kann man haben, haben wollen und bekommen, lehren, beugen und verdrehen, sich streitig machen und verscherzen. Auf der Suche nach Geschichten zu Recht und Gerechtigkeit sind die beiden Erzähler auf unglaublich Weises und erstaunlich Närrisches gestoßen: auf Gottesurteile, Blindversuche, verteufelte Abgründe und Sternstunden der Menschlichkeit. Weise und kuriose Geschichten über Recht & Gerechtigkeit im Lauf der Welt, frei erzählt von Katharina Ritter und André Wülfing. Schon als Kind hat die 1962 im Bregenzerwald geborene Katharina Ritter ganze Bücher frei nacherzählt. Nach einer kaufmännischen Ausbildung landete sie zunächst beim Film, um als Produktionsleiterin zu arbeiten. Über Umwege entdeckte sie im Jahr 1998 schließlich ihre Berufung und ihren Beruf. Seither ist sie überall unterwegs mit geborgten und vielen eigenen Geschichten. Als Geschichtenerzählerin wurde sie im Lauf der Jahre mehrfach ausgezeichnet u. a. mit dem „Golden Delphic Award“ bei den Internationalen Delphischen Spielen.

Andre Wuelfling
Andre Wuelfling

André Wülfing ist, wie er selbst berichtet, „im Jahr des ersten Bühnenauftritts der Rolling Stones und des letzten der Norma Jean Baker, im Tal der Wupper“ geboren. Als Geschichtenerzähler, Theatermacher und Mitbegründer des Consol Theaters Gelsenkirchen führt er viele Projekte mit Jugendlichen und Senioren. Inzwischen gilt er mit seinen frei erzählten, literarischen, gelesenen oder rezitierten Programmen für Kinder und Erwachsene als „Geschichtenerzähler auf Consol“, freut sich über ein stetig wachsendes Stammpublikum und wird deutschlandweit eingeladen. Beide Erzähler sind im „Karlsruher Haus der Erzählkunst“ oft zu Gast. „Als Orchideenfach im Programmfächer der wirkstatt“ vertritt das Haus der Erzählkunst „eine Kunst, die ihre Wurzeln in dem immateriellen Kulturerbe hat, das die UNESCO 2003 unter Schutz stellte“. Epen der Weltliteratur, Märchen, Sagen, Legenden und Schwänke, die in allen Kulturen der Welt zu finden sind, werden hier wieder lebendig erzählt. Eine besondere Note erhält das Programmangebot durch die Erzählplattform „Auch recht!“, die im April 2019 im Rahmen eines Erzählfestes Premiere hat und die besondere Bedeutung von Karlsruhe als „Residenz des Rechts“ zur Geltung bringt. Zum Auftakt in der Hemingway Lounge werden die Geschichtenerzähler musikalisch von Martin Seith-Böhm am Klavier begleitet, der künstlerischer Leiter der wirkstatt ist. 1958 geboren ist Martin Seith-Böhm als Pianist, Organist, Cembalist, Korrepetitor und Eurythmiebegleiter einen relativ breiten Weg der Improvisation gegangen. Seine große Experimentierfreude am Klavier brachte eine ständige Ausweitung des improvisatorischen Ausdrucksvermögens mit sich. Im Anschluss an das spannende Programm findet eine Ehrung statt. „Der goldene Schnabel“ wird verliehen an eine Person des öffentlichen Lebens, die sich in vorbildlicher Weise bemüht, über das gesprochene Wort eine lebendige Beziehungs- und Gesprächskultur zu schaffen. Seien Sie gespannt!

Eintritt: Regulär 15,- € . Mitglieder des Vereins KlangKunst e. V. 14,- € . Schüler/Studierende 10,- €

Tickets können Sie bei Reservix buchen.

„Auch die Pause ist Musik“ . Mit Hans Hachmann

Musik-Plauderei . „Auch die Pause gehört zur Musik“ . Mit Hans Hachmann . Nanny Drechsler . Christian Elsner (Tenor)

In der Reihe „Musik-Plauderei“ beschäftigt sich Hans Hachmann, ehemaliger Musikredakteur des SWR, diesmal mit der Pause in der Musik. „Manche essen Jause, dafür g’hört die Pause“ heißt es in Georg Kreislers „Opern-Boogie“, aber um die Theaterpause geht es bei der Betrachtung von Pausen in der Musik durch Hans Hachmann und Prof. Nanny Drechsler als Expertin nur am Rande. Eher gemeint sind die „normalen“ Klängen gleichwertigen „Unterbrechungen“, bei denen Musiker fürchten müssen, zu früh einzusetzen oder den rechtzeitigen Wiedereinstieg zu verpassen. Für Komponisten lassen die Pausen Raum für Wandlung und Neues, für Beethoven und Schubert etwa dienen sie der Spannungserzeugung oder einer fragend verharrenden Erwartung, nachdem in der Barockmusik die ursprünglich aus der Rhetorik übernommene Pause häufig die Nähe zu Tod, Schlafen oder Schweigen verkörpert. Der Lebenskünstler, Feinschmecker und Komponist Rossini brachte es auf den Punkt: „Ich halte nichts vom Recht auf Arbeit; ich halte es lieber für das größte Recht des Menschen, nichts zu tun!“ Zum Beginn der Fastenzeit plaudert Hans Hachmann mit Prof. Dr. Nanny Drechsler, die seit 1992 Professorin für Musiktheorie und Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik Karlsruhe. Forschungsschwerpunkte sind systematische Musikwissenschaft, Musiktheorie, Musik des 20. Jahrhunderts und feministische Musikforschung.

Hyun-Hwa Park
Hyun-Hwa Park

Für die musikalische Umrahmung und die vielfältigen Musik- und Pausenbeispiele sorgen nicht nur Studierende der Hochschule für Musik Karlsruhe, sondern diesmal der Professor für Gesang Christian Elsner selbst und Hyun-Hwa Park am Klavier. Der in Freiburg im Breisgau geborene Christian Elsner ist einer der vielseitigsten deutschen Tenöre mit einer langen Liste von nationalen und internationalen Auftritten an großen Häusern mit renommierten Dirigenten und Ensembles.

Prof. Chrstian Elsner
Prof. Chrstian Elsner

Mit großer Leidenschaft unterrichtet der Sänger neben seiner solistischen Karriere seit 2017 an die Hochschule für Musik in Karlsruhe, wo er seine erfolgreiche Lehrtätigkeit fortführt und mit einer vollen Stelle weiter ausbaut.

Eintritt: 5 EUR.
Tickets können Sie bei Reservix buchen.

„Katzenmusik“ .
Musik-Plauderei

Musik-Plauderei . „Katzenmusik – die erste Frühlingslerche der Freiheit“ . Mit Hans Hachmann & Peter Lehel (sax)

Dr. h. c. Hans Hachmann
Dr. h. c. Hans Hachmann

Das beliebteste Haustier der Deutschen ist die Katze und deshalb widmet sich der frühere SWR2 Moderator Hans Hachmann in seinen Musik-Plauderein den musikalischen Aspekten der Katzenliebe. Angeblich kommt das Wort „Katzenmusik“ vom lauten, eindringlichen und unmelodischen Geschrei rolliger Katzen bzw. der ebenso intensiven Antwort darauf seitens ihrer männlichen Artgenossen. Interessanterweise aber hat die Wissenschaft herausgefunden, dass Katzen sogar ausgesprochen gerne Musik hören, besonders sanfte, klassische, zur agressionsabbauenden Entspannung. In der Literatur haben sich viele Autoren zu ihrer Katzenliebe bekannt. Elke Heidenreich, Domenico Scarlatti und andere berichten aber auch, dass Katzenpfoten sich recht gerne auf Klavier- oder Cembalotasten bewegen. Das Resultat sind zahlreiche, unterschiedlichste Ausfertigungen von Katzenmusik, von H. I. F. Biber bis zu I. Strawinsky, von L. Andersons „Waltzing Cat“ über H. W. Henzes „englische Katze“ bis hin zu H. Schneiders „Katzeklo“. Nicht zuletzt ist „Katzenmusik“ aber auch eine abfällige Bezeichnung für nicht einfach zu hörende, avantgardistische oder Jazz-Musik. Als Katzenliebhaber und Musiker ist Peter Lehel der perfekte Partner von Hans Hachmann. Peter Lehel ist ein sehr beliebter und hochgeschätzter Künstler, der mit der Konzeption der Jazz-Abendkonzerte eine Reihe hochkarätiger Jazzmusiker für das Programm gewonnen hat. Mit seiner facettenreichen, eigenständiger Musik im Spannungsfeld von Jazz und Klassik hat sich der Saxophonist längst international positioniert und wurde mehrfach ausgezeichnet. Konzertreisen brachten ihn auf fast alle Kontinente. Peter Lehel unterrichtet seit 2014 an der Hochschule für Musik Karlsruhe Saxophon, Jazztheorie und Bigband. In dieser Besetzung versprict der Abend voller Überraschungen zu werden.

Eintritt: 5,- € . Keine Ermäßigung

Tickets können Sie bei Reservix buchen.