„Mischpoke!“.
Marcia Zuckermann liest

HL Special Edition . Lesung . „Mischpoke!“ . Marcia Zuckermann liest . Tania Alon singt

Tania Alon
Tania Alon

Eine ganz besondere musikalische Lesung aus dem Erfolgsroman „Mischpoke!“wird zum ersten Mal in der Hemingway Lounge präsentiert. Der Rman erzählt das Leben einer deutsch jüdischen Familie und ihrer angeheirateten adligen christlichen Familie über hundert Jahre hochliterarisch mit viel Humor. Grundlage des Romans sind die realen Begebenheiten in der Familie von Marcia Zuckermann. Der zeitliche Bogen ist von 1902 bis in die Gegenwart gespannt und umfasst fünf Generationen. Die Geschichte begleitet die Familie Kohanim vom ländlichen Westpreußen bis nach Berlin. Marcia Zuckermann lässt die Leser*innen und Hörer*innen das authentische Leben in der Zeit der Verfolgung und den realen Widerstand der „kleinen Leute“ im Berlin der Nazizeit hautnah miterleben. Sie erzählt authentisch, mit Selbstironie und schwarzem Humor. Marcia Zuckermann wurde 1947 in Berlin geboren. Ihr jüdischer Vater überlebte im KZ Buchenwald, ihre protestantische Mutter war im Widerstand aktiv. 1958 musste die Familie als Dissidenten aus der DDR fliehen. Eine Verfilmung des Buches für das Fernsehen als Mehrteiler ist in Vorbereitung. Kongenial wird die Lesung mit den wiederentdeckten jiddischen Frauen- und Widerstandsliedern von Tania Alon umrahmt, deren Stimme mit der von Joan Baez verglichen wird. Die beiden Berlinerinnen garantieren mit Wort und Ton für einen unvergesslichen Abend.

Eintritt: Regulär 20,- € . Mitglieder des Vereins KlangKunst e. V. 18,- € . Schüler/Studierende 10,- €

Tickets können Sie bei Reservix buchen.

Jazz market
Playground4

Jazz market . Playground4 . Stephanie Wagner (fl & comp) . Esther Bächlin (p & voc & comp) . Gina Schwarz (b & comp) . Ingrid Oberkanins (perc & comp) . Mit Unterstützung durch die FONDATION SUISA

Playground4
Playground4

Musik zwischen Freiraum und Verdichtung, Puls und Atem! Diese neue internationale Women-Formation vereint Virtuosität, Spielfreude und Spontaneität. Abwechslungsreiche, farbige Eigenkompositionen und ein dynamisches Zusammenspiel prägen den Bandsound. Die Stücke der Musikerinnen ergänzen sich hierbei aufs Beste: eine impressionistische, farbenreiche Harmonik mit Tendenz zu dunkleren Schattierungen, verschlungene filigrane Melodien, luftige ungerade Rhythmen und sperrige Grooves – mal ästhetisch, mal quirlig – der reichhaltige musikalische Spielplatz wird von der Band lustvoll ausgelotet, die Spielideen in großen Spannungsbögen weiter gesponnen. Jenseits von Klischees entsteht so ein intelligentes kollektives Interplay mit Raum für kontrastreiche Solopassagen – eine Musik, die die Zuhörenden in den Sog des kreativen Augenblicks hineinzieht. Die FONDATION SUISA unterstützt Playgrond4 auf ihrer Tour, zu deren Stationen erfreulicherweise auch die Hemingway Lounge gehört. Der Auftritt der vier hochkarätigen Jazzmusikerinnen verspricht einen besonderen Leckerbissen an diesem Samstag(vor)mittag. Zur Vorgeschichte: Bei der Hessischen Frauenmusikwoche 2014, organisiert vom Frauenmusikbüro und „Waggong“ in Frankfurt, lernten sich die 3 Musikerinnen Stephanie Wagner, Esther Bächlin und Gina Schwarz als Dozentinnen kennen. Beim „Teachers-Concert“ waren sie von ihrem gemeinsamen Interplay so begeistert, dass sie beschlossen, eine neue Formation zu gründen, die sie mit kongenialen MitmusikerInnen erweitern. Das Kerntrio hat diesmal die Perkussionistin Ingrid Oberkanins aus Wien eingeladen. Ingrid Oberkanins bereichert das Women-Trio durch ihr dynamisch differenziertes, kreatives und variantenreiches Spiel. Zu den Musikerinnen: Stephanie Wagner ist eine der wenigen Jazzflötistinnen Deutschlands. Sie wurde 2011 mit dem Jazzpreis der Stadt Worms als herausragende Solistin geehrt. 2015 erschien ihr Lehrbuch für Jazz-Flöte bei Schott Music. 2016 veröffentlichte sie die neue und vielbeachtete CD ihres Quintetts „Stephanie Wagner’s Quinsch“ mit Eigenkompositionen. Auf der Querflöte lotet Stephanie Wagner das volle Klangspektrum aus, bedient sich moderner Spieltechniken und elektronischer Effekte. Sie veröffentlichte zahlreiche CDs mit verschiedenen Ensembles im klassischen und Jazz-Bereich und konzertiert europaweit. Die Luzerner Pianistin Esther Bächlin zeichnet sich durch ihre spielerische und kompositorische Vielseitigkeit aus. Für ihr Projekt zwischen Klassik und Jazz (u. a. mit Lauren Newton) erhielt sie 2006 einen Werkbeitrag des Kantons Luzern. 2016 gewann sie den 1. Preis im internationalen Improvisationswettbewerb in Aarau. Neben verschiedenen jazzverwandten Projekten konzertiert sie in den letzten Jahren vermehrt auch in Verbindung mit Malerei und Literatur. Sie tourte mehrmals mit einem Spezialprojekt des Vienna Art Orchestra: Fe&Males. Seit 1996 unterrichtet sie am Jazz Departement der Hochschule Luzern. Die Wiener Bassistin Gina Schwarz ist aktives Mitglied der Österreichischen Jazzszene und besticht durch ihr zupackendes und groovig-virtuoses Spiel. Sie erhielt 2007 den Hans Koller Jazz-Preis als „Sidewoman of the Year“. Als Leaderin der Stageband des Wiener Jazzclubs Porgy & Bess gründete sie jüngst das Pannonica Project: Geplant ist eine Zusammenarbeit u. a. mit Julia Hülsmann, Karin Hammar, Angelika Niescier und Sylvie Courvoisier. Gina Schwarz hat einen Lehrauftrag an der Wiener Universität für Musik und darstellende Kunst. Ingrid Oberkanins, Multi-Perkussionistin und Hans Koller Jazzpreisträgerin aus Wien legt ihren Fokus auf Jazz und Worldmusic. Darüber hinaus ist sie bei Projekten mit Neuer Musik, Performance, Theater, freier Improvisation und Literatur zu hören. Sie spielt/e mit renommierten Ensembles und Musikern wie dem Vienna Art Orchestra, der HR-Bigband Frankfurt, Lia Pale, Wolfgang Puschnig, Jamaaladeen Tacuma, Krzystof Dobrek oder Doretta Carter und trat bei verschiedenen internationalen Jazz-Festivals auf, wie z. B. in London, Paris, Montreux, Vancouver, San Sebastian, Krakau, Wien, um nur einige zu nennen. Seit 2004 unterrichtet Ingrid Oberkanins an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien.

Eintritt frei. Der Musiker-Hut steht am Eingang für einen Obolus bereit.

Für diese Veranstaltung ist keine Reservierung erforderlich.

Joe Gallardo Quartet

Konzerte am Abend . Gallardo Quartet . Joe Gallardo (tb & a) . Martin Schrack (p & a) . Thomas Stabenow (b) . Michael Kersting (d)

Martin Schrack

Es ist nicht zu fassen: Joe Gallardo ist bald 80 und spielt Posaune wie ein Gott. Ideen, Arrangements und Phrasierung sind erste Sahne. Als bescheidener Typ, kennen ihn leider nur die Musikerkollegen und ein paar Jazzfans. Dabei hat er mit seinem Klavierspiel schon in den Siebzigern Mongo Santamaria überzeugt für den er u. a. „Amanecer” schrieb und dafür 1978 den Grammy erhielt.  Im selben Jahr zog er nach Deutschland und arbeitete als Arrangeur und Solist beim Orchester Erwin Leun und spielte daneben mit Grrößen des Jazz wie Ack van Rooyen, Bertil Strandberg, Emil Mangelsdorff u. v. a. Mit Latino Blue veröffentlichte er eine LP/CD. Als Arrangeur und Posaunist pägte er von 1991 bis 2008 das Profil der NDR Bigband mit und als amerikanischer Musiker des Latin und des Modern Jazz hat er eine reiche musikalische Karriere vorzuweisen. Der 1939 in Texas geborene Joe Gallardo erhielt bereits mit Sechs Unterricht von seinem Vater, ein Klavierlehrer, und entdeckte mit 15 Jahren die Posaune. Auf der vorliegenden Aufnahme, initiiert von Michael Kersting, ist Joe Gall-ardo in kleiner Besetzung zu hören. Seine Energie reisst die ganze Band mit und die sorgfältige Auswahl der Songs scheint ihm auf den Leib geschneidert zu sein. Seine Begleiter sind alle drei bekannte Musiker mit internationalen Auftritten

Thomas Stabenow
Thomas Stabenow

bei renommierten Jazzkünstlern. Dazu zählt Martin Schrack: Komponist, Arrangeur, Pianist, Bandleader und Sideman, der mit seinem String Quartett und vielen berühmten Künstlern der Jazzszene, Ernie Watts, Joe Gailardo, Don Rader, Dusko Goy-kovich, Wolfgang Hafner u. v. m. an hochkarätigen Projekten mitwirkt. Der Bassist Thomas Stabenow, der Dritte in der Band, hat eine lange Liste hochkarätiger Konzerte und Aufnahmen, u. a. mit Johnny Griffin, Charlie Rouse, Clifford Jordan, Joe Pass, Sag Nistico, Lee Konitz, Mark Murphy. 1986 bis 1998 ist er Mitglied der Peter Herbolzheimer Rhythm Combination & Brass und in vielen anderen Formationen. Den Jazzpreis des Landes Baden-Württemberg erhielt er 1986 und seit 1996 ist er Professor an der Musikhochschule Mannheim. Bei großer Vielseitigkeit ist er stilistisch dem swingenden Hauptstrom des Jazz verbunden. Als Bandleader bildet er in seiner dienenden unspektakulären Art einen lebendigen Mittelpunkt für viele Musiker.

Michael Kersting
Michael Kersting

Der Drummer Michael Kersting brachte sich das Schlagzeugspiel autodidaktisch bei und spielte zunächst Rockmusik. Prägende Erfahrungen im Jazz 1978 mit vielen bekannten Musikern führten ihn zum Jazz. Die Liste der Mitwirkungen bei Berühmtheiten des Jazz ist seither sehr umfangreich. Anlässlich der Verleihung des Jazzpreises Baden-Württemberg 1989 stellte die Jury fest, dass Michael Kersting aufgrund seiner stilistischen Vielseitigkeit „eine zentrale Figur der baden-württembergischen Musikszene“ ist, der sich auf seinem Instrument „feinfühlig und mit hervorragender Technik in unterschiedlichste musikalische Situationen einbringen“. Beim Auftritt des Altstars Joe Gailardo in der Hemingway Lounge mit Martin Schrack am Klavier und als Arrangeur, Thomas Stabenow am Bass und Michael Kersting am Schlagzeug, spielt er Songs aus dem Great American Songbook und eigene Kompositionen. Jazz in Höchstform!

Eintritt: Regulär 20,- € . Mitglieder des Vereins KlangKunst e. V. 18,- € . Schüler/Studierende 10,- €

Tickets können Sie bei Reservix buchen.

Zarte Töne Barjazz .
Reiner Ziegler
German Klaiber

Zarte Töne Barjazz . Reiner Ziegler (p) . German Klaiber (b) . special guest Jens Bunge (h)

Jens Bunge
Jens Bunge

Die unterhaltenden und lauschigen Donnerstagabende in der Hemingway Lounge mit dem Jazzpianisten Reiner Ziegler sind schon längst bekannt. Sein eigenes „Reiner-Ziegler-Trio“ ist eine feste Größe in der Region mit vielen Auftritten. Mit der Band “Three & More” spielt er Jazz zwischen Mainstream und Moderne. Sein Stil ist geprägt von seiner Vorliebe, bekannten Stücken durch das Spiel mit raffinierter Harmonik eine neue Seite abzugewinnen. Reiner Ziegler stellt immer wieder interessante Projekte vor, so im Bereich Jazz & Literatur oder mit dem Trio gentleRhythm Jazz & Steptanz. Den Kontrabassisten German Klaiber hat er für diesen Donnerstagabend eingeladen. Er spielt u. a. in Bands von Zipflo Reinhardt , Family Affairs und konzertierte mit Erni der Band “Three & More”. German Klaiber ist Professor für Ensemble an der Musikhochschule Freiburg und Dozent für Bass an der Musikhochschule Trossingen. Als einer der meistgefragten deutschen Bassisten ist German Klaiber durch seinen großen Ton, sein unbestechliches Timing, seine rhythmisch wie melodisch wunderbaren Improvisationen ein Traumpartner für jeden Musiker. Als special guest  bei BarJazz live diesmal Jens Bunge, der ein vielgefragter Solist der Konzertreisen im In- und Ausland u. a. Shanghai und Peking ist.. Er ist immer wieder Gastsolist bekannter Ensembles z. B. der Thilo Berg Bigband, bei Barbara Dennerlein oder dem Peter Lehel Quartet.  Laut Jazzpodium  spielt er die Mundharmonika: „… mit der Rasanz eines BeBop-Saxophonisten und auch mit dem vollen Ton der großen Balladenmeister …“

Eintritt frei. Der Musiker-Hut steht am Eingang für einen Obolus bereit.

Für diese Veranstaltung ist keine Reservierung erforderlich.

Opera on tap .
Opernarien frisch gezapft

Opera on tap . Opernarien frisch gezapft . Junge Opernsänger*innen der HfM

Die Idee stammt aus den USA und hat die Hemingway Lounge erobert. Oper frisch gezapft sozusagen, ohne Schlips und Sakko und stundenlangem Stillsitzzwang. Was bei Poet*innen ebenso wie bei Songwriter*innen gang und gäbe ist, war bisher für die hehre Kunst des opernmäßigen Belcanto noch verpönt – Kunst bei laufendem Schankbetrieb. Als sich junge ausgebildete Opernsänger*innen Gedanken machten über zu wenig Auftrittsmöglichkeiten und darüber, wie sie ihre Kunst unter die Leute bringen könnten, entstand diese Idee. Auch in hemdsärmeligen Kneipen für Operngesang Podien zu schaffen. Ein neuer Kult war geboren. Schwellenängste gibt es da weder beim Publikum noch bei den auftretenden Künstler*innen. Die gesamte Lounge ist ihre Bühne. Und Sie mittendrin! Unser Tipp: Bitte früh buchen – die Vorstellungen sind schnell ausverkauft.

Eintritt: 5,- € . Keine Ermäßigung

Tickets können Sie bei Reservix buchen.